Um mal wieder voll in die Klischee-Kiste zu greifen: In England gibt es überwiegend schlechtes Essen, häufig mieses Wetter aber definitiv den besten Dubstep. Matta ballert mit Release The Freq hier wieder ein unglaublich düsteres Teil raus und dazu gibt es dann ein Video dass das offizielle Esyot-Augenschmaus Gütesiegel verliehen bekommt. Wie Hipster sind denn bitte Rehe, Hirsche und halbtransparente Dreiecke gepaart mit Bässen? Mit dieser brachialen Breitseite ab ins Wochenende…
Herr Aguayo, alles klar? Das Video zu Ritmo Juarez ist recht simpel (noch dazu mit blinkenden Neonfarben) aber macht dabei irgendwie trotzdem Laune. Auch wenn das tragikomische Getanze unweigerlich an den (gottseidank) fast vergessenen A. Marcus aus Deutschland erinnert… aber: Der südamerikanische House-Sound mit den aguayo-typischen mehrschichtigen Vocal-Samples, reißt es raus und macht richtig Bock auf Sommer! Den würd ich zur Not auch Ritmo-Juarez-Like herbeitanzen.
Wow endlich mal wieder ein Video mit Superoptik. Steed Lord servieren dazu discoiden Pop, der mindestens so bunt ist wie das Video selbst. Das isländische Dreigespann hüpft in kwietschigen Outfits mit einem arschfetten Make-Up durch die Gegend und macht irgendwie beim Zuschauen ‘ne Menge Spaß. Kann halt echt passieren, dass man einen farbinduzierten Vollrausch bekommt. Aber nicht nur die Art Direction überzeugt hier: Die Stimme der Frontfrau hat echt Bumms. Damit einen schönen Start in die Woche.
Passend zum aktuellen Remake von Christian Smith & Wehbba zu Laurent Garniers Klassiker Flashback aus dem Jahr 1997, gibt es jetzt auch noch eine sehr feine visuelle Untermalung. An das Original Video von damals kommt es selbstverständlich nicht ran (siehe unten) und die computergenerierten Bildchen sind jetzt auch nicht die große Revolution (mich stört vor allem, dass die Visuals nicht auf den Beat getaktet sind!), aber die Farbharmonien sind DER FLASH! Chillige Optik, dampfende Rhytmik! Das waren jetzt 2,5 Sätze und ein Arsch voll Fakten. Drückt einfach auf Play!
Man nehme: Ein rollenden Beat als Fundament, ein jazziges Grundgerüst, eine Wagenladung zauberhafter Vocals als Querverstrebungen und baue darin ein S/W-Video für eine elegante Frau mit schönen Brüsten die sich zu eben jenem Gerüst lasziv bewegt. Fertig ist ein Traumhaus für Freunde des ästehtisch-elektronischen.
Der Track Stalker von Adam Port erscheint auf Liebe*Detail zusammen mit Kink, der auf der A-Seite mit Detunator feinstes Acid-Material abliefert.
In den letzten Tagen der Google-Reader Abstinenz hat sich dermaßen viel aufgestaut, dass häufig nur noch der “Mark all as read” Button als Lösung anbat. Auf das neueste Werk von Hercules & Love Affair bin ich glücklicherweise trotzdem gestoßen. Muss ja ehrlich zugeben, das ich das ersten Album der Crew rund um Andy Buttler nicht so gefeiert hab, wie die Journaille. Gut schon, aber nicht so besonders das ich es hätte beschreien müssen.
Das neue Album Blue Songs hab ich noch nicht gehört, aber die Single My House macht auf jeden Fall schonmal Appetit und ich werd die Tage mal reinhören. Der Track kommt mit discoidem Vocal-House aus dem letzten Jahrhundert ums Eck, dabei aber trotzdem modern — nicht modisch. Das Video so dermaßen auf 80ies gemacht, ein wahrer Augenschmaus. Sieht nach ner Menge Spaß am Set aus. Ist so perfekt gemacht, dass es schwer fällt zu glauben dass das Video nicht schon mindestens 20 Jahre alt ist.
So langsam muss ich mir doch ernsthaft sagen lassen, meine letzten Postings ließen auf ein mittelschweres Hormonproblem schließen. Aber aber… ein bisschen Ästhetik hat noch niemandem geschadet. Und da schöne Frauen einfach der feinste Augenschmaus sind, sind es nicht die kochenden Hormone sondern die Gelüste nach toller Optik.
Genau dieses Kriterium erfüllt der Regisseur Colin La Fleche in seinem Video zu Looking Glass von Woolfy mit einer Anordnung von Lichtern, Betten und (wer hätte es ahnen können) schönen Frauen-Körpern. Sound ist DFA-typisch irgendwo in der Nähe von Elektro und Disco. Die Beamer-Installation erinnert mich übrigens schwer an das ebenso überästhetische Sansula von Dominik Eulberg. Nur eben “menschlicher”.