Nov 17 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 35 // Woolfy – Looking Glass

So langsam muss ich mir doch ernsthaft sagen lassen, meine letzten Postings ließen auf ein mittelschweres Hormonproblem schließen. Aber aber… ein bisschen Ästhetik hat noch niemandem geschadet. Und da schöne Frauen einfach der feinste Augenschmaus sind, sind es nicht die kochenden Hormone sondern die Gelüste nach toller Optik.
Genau dieses Kriterium erfüllt der Regisseur Colin La Fleche in seinem Video zu Looking Glass von Woolfy mit einer Anordnung von Lichtern, Betten und (wer hätte es ahnen können) schönen Frauen-Körpern. Sound ist DFA-typisch irgendwo in der Nähe von Elektro und Disco. Die Beamer-Installation erinnert mich übrigens schwer an das ebenso überästhetische Sansula von Dominik Eulberg. Nur eben “menschlicher”.


Nov 9 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 34 // Slagsmålsklubben – Sponsored By Destiny

So, nach einem aufregenden Wochenende und einem trägen Montag ist es heute an der Zeit für die esyotmusic Märchenstunde. Diesmal mit einem Track und gleich zwei Musikvideos dazu. Ihr mögt Märchen? Wie wäre es mit Rotkäppchen und dem bösen Wolf? Oder einem Moby Dick-Verschnitt ohne Wale. Ja, langweilig! Kennen wir schon!…156 Mal gehört…mindestens!

Bevor wir zur Sache kommen aber erstmal zur Musik. Die liefert in diesem Fall die schwedische Combo Slagmalsklubben mit Sponsored by Destiny. Der Track ist schon etwas älter taugt aber immer wieder wunderbar, um das triste Herbstgrau da draußen zu vertreiben. Slagmalsklubben ist übrigens der schwedische Titel des Films Fight Club.

Im offiziellen Video zu Sponsored by Destiny begleiten wir einen (betrunkenen?) Kapitän in seinen etwas merkwürdigen Tagtraum: kleine Jungs mit Fischerklamotten in einem Boot, die durch die Straßen Stockholms rudern, eine ergraute Frau zu Fuß und per Bahn unterwegs und der Kapitän selbst auf einem überdimensionalen Fahrrad.

Schöner als das offizielle Video, das mir für die Musik zu melancholisch ist, finde ich die Interpretation des Tracks von Thomas Nilsson. Wetten, dass ihr Rotkäppchen in dieser Form noch nicht gesehen habt? Herr Nilsson hat sich für die Bebilderung des Synthie-Pop Tracks Sponsored by Destiny der Grimm’schen Märchenkiste bedient, die bekannte Geschichte aber angereichert mit ‘nem Haufen wissenswerter Details. Gut recherchiert hat er das alles, alter Schwede! So stand das in euren Deutsch-Büchern garantiert nicht. Erinnert mich eher an den Bio-Unterricht in der 12. Klasse.

Frisch, frech, gut gelaunter elektronischer Klang, der das kleine Rotkäppchen unbedarft in den Wald trägt. Glücklicherweise sorgt der Jäger am Ende dafür, dass sie auch fröhlich wieder herausläuft (einzige Frage, die bleibt ist, wer die Oma wieder so gut zusammengeklebt hat…). Hach wie schön!


Nov 6 2010

Ich mag House, Techno und…


Nov 2 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 33 // Röyksopp – The Drug


Und ab geht’s in die neue Woche mit einem frischen Musikvideo. Der wabernde Elektrobeat des Tracks “The Drug” von Röyksopp trägt uns durch ein Video in dem drei aufgehübschte Schnittchen im 80er-Neon-Trash Outfit mehr oder weniger gelangweilt durch die heruntergekomme Kulisse eines verlassenen Industriegebiets oder sowas in der Art ziehen (Recherchen haben ergeben, dass es sich hierbei um Detroit handelt – die “313″ zu Beginn des Videos an der Wand übrigens die Postleitzahl der Stadt…).

Die Stimmung der Szenen ist bedrückend. Man wartet irgendwie drauf, dass die drei Damen die ganz große Party finden, deren Sound da vielleicht irgendwo aus einer Ruine tönt. Tun sie aber nicht. Stattdessen begegnen sie verstörenden heruntergekommenen Menschen, teils nackt, teils blind, gewaltbereit. “After the Upheaval” heißt es zu Beginn des Videos. Passiert sein könnte da alles: Krieg, eine nukleare Katastrophe, ein Virus, das den Großteil an Leben in diesem Gebiet vernichtet hat.

Passend zum Video ist der Sound eher zurückhaltend, fast hymnisch. Man hört die Party schon irgendwo im Hintergrund, sieht sie aber noch nicht. Anfang der Woche eben!


Okt 28 2010

Würdiger Nachfolger

So, nun ist also nach dem 1210er MK II auch der Walkman tot. Muss ja ganz ehrlich gestehen, dass mich das überhaupt nicht juckt. Auch wenn ich schon so ein bisschen Nostalgiker und vor allem Analogfan bin ist mir der verrauschte Klang der Magnetbänder einfach zu schlecht. Den Sound von den klappernden Tapes find ich wiederrum ziemlich geil… aber naja.

Die Firma Playbutton hat für die freigewordene Mobilmusik-Marktlücke gleich das nötige Stopfmaterial parat. Die Firma stellt kleine rundliche MP3-Player her. So weit also erstmal überhaupt nichts Neues. Das neuartige an den Teilen ist aber, dass man sie fertig bespielt kauft. Man kauft also das Album nicht auf iTunes oder auf einer unhandlichen CD sondern dirket mit integriertem Player… Ohrstöpsel rein und gut ist. Auf den überhippen Buttons ist dann auch noch der perfekte Platz für das Cover der jeweiligen Band.

Finde das eigentlich echt mal eine geile Idee für ein Musikformat. Die Buttons sind ja grade eh der Shit und sollten somit bei der Hipster-Zielgruppe (Early Adoptors und so) schnell Anklang finden. Außerdem kann man so direkt ein Statement setzen, was den eigenen Musikgeschmack angeht (Super Dating Tool: Nie wieder eine Frau mit schlechtem Musikgeschmack ansprechen!). Bis jetzt gibt es noch kein Label, dass sich offiziell dazu entschieden hat auf den schicken Playbuttons zu releasen. Wir dürfen aber auf jeden Fall gespannt sein. Good Luck!


Okt 25 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 32 // El Guincho – Bombay

Und noch ein elektronisches Musikvideo… aber endlich einmal Titten hier im Blog. Nachdem Tobi auf neeo ja heute schon mit den etwas größeren Kalibern aufgefahren hat leg ich dafür mit der besseren Musik und der etwas artifizielleren Optik nach (zumindestens aus meiner Sicht).
El Guincho alias Pablo Díaz-Reixa musiziert hier munter seinen Song Bombay zu dem Nicolás Méndez die Regie für ein künstlerisch wertvolles Video führt. In gefühlt mindestens zwei Schnitten pro Sekunde reiht er einen riesigen Haufen ästhetischer Bewegtbilder in wunderschöner 80er Analog-9mm Film Optik aneinander.
Die Musik von El Guincho klingt nach einem sonnigen Tag in einem gemieteten Cabrio voller Freunde an der spanischen Küste. Wird der Winter für gute 5 Minuten ein paar Grad wärmer.

via kumfi


Okt 20 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 31 // The Hundred In The Hands – Commotion

“The Hundred In The Hands is a band. We live in New York City.”

Naja, soweit so gut, mir aber etwas wenig der Daseinsberechtigung in einer Welt, in der musikalisch permanent Eines nach dem Anderen so mir nichts dir nichts munter aus dem Boden schießt und meine Aufmerksamkeit fordert.

Gottseidank besitzen die Newcomer The Hundred in The Hands, genauer Eleanore Everdell und Jason Friedman aus Brooklyn, eine nette Bandpage, die uns etwas mehr verrät.

Aus Brooklyn sind sie also die Beiden und mit viel Musik im Gepäck um die Welt gereist. Naja, sympathisch sehen sie auch noch aus, ich wäre also definitiv gerne dabeigewesen…aber gut, zurück zum Thema! Ergebnis der Inspirations-Reise war also die Idee, aus den ersten selbst geschriebenen Songs etwas Größeres zu machen. Ein Album vielleicht? Genau dieses feierte Ende August 2010 seinen Release.

Stilistisch bewegen sich Hundred in The Hands irgendwo zwischen Pop, Post-Punk, Dub und was auch immer. Dabei betonen die beiden explizit, sich keineswegs auf etwas festlegen zu wollen. Auch bei der Machart setzt das Duo demnach auf einen Mischung aus elektronischer Produktion gepaart mit analogen Instrumenten und Stimme. Klingt gut finde ich!

Die neuste Single Commotion gibt’s zusammen mit ‘nem Video von daniels, die auch schon beim Vorgänger Pigeons randurften. Das Video zu Commotion passt zum Bild der Band, denn es enthält von allem etwas (schon klar, auch nicht immer ratsam, in diesem Fall aber vollkommen in Ordnung): ein wenig Verspultes, Romantik und Provokation formen in ihrer Kombination einen ordentlichen künstlerischen Rahmen, der viel Raum für Interpretationen lässt.