Das 50. Jubiläum der Elektronischen Musikvideos kommt optisch relativ unspektakulär und dafür wirklich handgemacht daher. Man hat den Eindruck nach Lana Del Rey wird es langsam salonfähig altes, gesammeltes Videomaterial einfach für die eigenen Zwecke umzuschneiden, hier passt aber auch der Vergleich zu Visuals ebensogut – irgendwas dazwischen also. Schaut auch in diesem Fall abermals wirklich nice aus, aber vor allem geht’s ja um die Musik! Und You Said Forever – von dem aus Rom stammenden Lerosa – ist smoother, chicacoider House mit ein wenig Disco-Attitüde und somit in meinen Ohren wieder mal eine kleine Akkustikperle.
Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie so ein gutes Set zuhause eigentlich entsteht… hier ist die Antwort. Der Japaner Urei gibt einen Einblick, wie er im heimischen Musikzimmer an seinen Knöpfen spielt. Und auf die Frage: “Seriously, WTF?” Ja, wir DJs legen immer so auf, wenn wir in den eigenen vier Wänden hinter den Reglern stehen. Man spürt die Musik irgendwie besser.
Muss das auch ungeprüft stehen lassen, halte es aber durchaus für realistisch: Die Verkaufs-Anteile der jeweiligen Tonträger über die letzten 30 Jahre… und das ganze als gif.
Macht mal Platz für deutschen Schlager: Howard Crapendale (kein Schreibfehler, ich bin extra so “lustig”) begrüßt euch freundlich mit Hello Again (für eventuelle Ohrwürmer entschuldigt sich Dr. tech. mus. Esyot). Aber weil wir Volksmusik alle kägge finden freuen wir uns über Matt John der dem Titel Hello Again die negativen Assoziationen nimmt. Zu dem neuen Bar25 Release gibt es dann freundlicherweise auch gleich noch ein passendes Video geschenkt. Übrigens mal wieder Techno zum träumen. Und auch wenn die Brücke etwas abstrus ist: Wie schon bei Howie hat auch dieses Hello Again Ohrwurm-Potential…
Man nehme einen Kreis, ein Quadrat und ein Dreieck, kombiniert das mit den Skip/Play/Pause Buttons und lässt den Kreis/Mond noch von einem Wolf anheulen. Fertig ist das Hipster-Musiker-Nerd Shirt. Gefunden auf threadless.
Herr Aguayo, alles klar? Das Video zu Ritmo Juarez ist recht simpel (noch dazu mit blinkenden Neonfarben) aber macht dabei irgendwie trotzdem Laune. Auch wenn das tragikomische Getanze unweigerlich an den (gottseidank) fast vergessenen A. Marcus aus Deutschland erinnert… aber: Der südamerikanische House-Sound mit den aguayo-typischen mehrschichtigen Vocal-Samples, reißt es raus und macht richtig Bock auf Sommer! Den würd ich zur Not auch Ritmo-Juarez-Like herbeitanzen.
Wow endlich mal wieder ein Video mit Superoptik. Steed Lord servieren dazu discoiden Pop, der mindestens so bunt ist wie das Video selbst. Das isländische Dreigespann hüpft in kwietschigen Outfits mit einem arschfetten Make-Up durch die Gegend und macht irgendwie beim Zuschauen ‘ne Menge Spaß. Kann halt echt passieren, dass man einen farbinduzierten Vollrausch bekommt. Aber nicht nur die Art Direction überzeugt hier: Die Stimme der Frontfrau hat echt Bumms. Damit einen schönen Start in die Woche.