Mai 26 2011

Elektronische Musikvideos Pt. 46 // Bodi Bill – Brand New Carpet

Liebe Leser,

dieser Eintrag läuft unter der Rubrik Elektronische Musikvideos. Heute gibt’s hier allerdings mehr, als draufsteht. Statt euch nur das eine schöne Video Brand New Carpet von Bodi Bill nahezulegen, setze ich noch Einen drauf und versuche euch gleich das komplette neue Album… ach was – noch besser direkt die ganze Band zu verkaufen.

Unter dem Titel What? erschien im März diesen Jahres das bereits dritte Album der Berliner Electro-Indietronic-Band Bodi Bill. Erstmals wahrgenommen auf dem MELT!2009, als eine aufgeregte junge Dame, die mit den Jungs bekannt war, uns zum Bleiben überredete: “Gleich kommt was Geniales! Eine tolle neue Band mit einem Sound, der so noch nicht dagewesen ist.” Man mag nun beginnen Vergleiche zu ziehen, zu Ähnlichem, dass vielleicht doch schon da war. Wie auch immer… Der experimentelle Sound, kombiniert mit der spannenden Stimme von Fabian Fenk überzeugte mich auf Anhieb. Die Menge bestätigte mit Zugabe-Gebrüll, dass es ihr genauso gefiel und die Jungs schienen sichtlich gerührt!

Mit “What?” ist den Berlinern meiner Meinung nach ein wunderbar rundes Album gelungen. Den Einstieg bilden gleich vier sehr starke Songs (“Paper”, “Brand New Carpet”, “Pyramiding”, “What”). Mit “Garden Dress”, “The Net” und “And Patience” wird es im Mittelteil etwas ruhiger (das heißt etwas weniger Tanzen, mehr Mitsingen) aber nicht weniger melodisch. Der hintere Teil kommt wieder flotter und sehr rhythmisch daher (“Hotel”, “Sea Foam”, “Friends”). Einziger Track ohne Vocals bleibt der Bonustitel “Bazar”.

Wie bereits angedeutet: auf die Musik von Bodi Bill lässt es sich gleichermaßen Tanzen wie Mitsingen. Ein elekronisches Rundum-Sorglos-Paket sozusagen!


Jun 27 2010

MELT! 2010? Ja, ich will.

Was könnte das sein: Man muss tagelang schwitzen, man friert zwischendrin ab und zu, ein kalter Schauer und Gänsehaut jagen einem abwechselnd in Schüben durch den Körper, man ist von Kopfschmerzen geplagt und irgendwie ist man froh wenn es überstanden ist. Richtig: Grippe. Der einzige Unterschied zum Festival besteht darin, dass man sich immer wieder darauf freut und es sich im Gegensatz zu den Bazillen und Viren freiwillig antut, dabei mal eben über 100 Euro für eine Eintrittskarte liegen lässt, die selbe Summe nochmal in Getränke investiert, für nochmal die selbe Summe Gegenstände verliert oder kaputt macht und 3 Nächte dicht in einem undichten Zelt schläft.
Festivalerprobte lesen diese Beschreibung und bekommen ein Leuchten in den Augen, Normalsterbliche verdrehen selbige. Ich selbst frage mich ehrlich gesagt auch jedes Jahr (meistens an dem Abend an dem es nicht aufhören will zu regnen): Warum tue ich mir das schon wieder an? Und fünf Minuten später kommt die Antwort prompt auf eine der Bühnen spaziert! Die Antwort findet sich aber auch um mich herum. Tausende Menschen die miteinander tanzen, gegeneinander pogen und nebeneinander auf einem Acker schlafen, Bier gegen Tütensuppen tauschen und sich liebevoll beim Zeltaufbau sabotieren. Ja, so muss ein Festivalsommer aussehen!


Das MELT! Festival im attraktiven Ferropolis ist dieses Jahr sicher wieder eine der Anlaufstellen, die ohne Bedenken für musikalische wie euphorische Qualität garantieren können. Traditionell geht es wohl auch dieses Jahr wieder mit dem Einfeiern am Anreisedonnerstag los.
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Aug 11 2009

Nachtrag zum Melt! 2009

Wie sagt man so schön: Lieber spät als nie! Hatte in den letzten Tagen leider viel um die Ohren, deswegen kommt mein Resumé zum

Melt! Festival 2009

leider etwas später. Naja aber wie gesagt, besser so, als gar nicht.

Wie schon erwähnt, sind wir am Donnerstag angereist und nachdem wir uns die knapp 2 km vom Parkplatz auf den Zeltplatz geschleppt hatten und das Zelt noch vor Dunkelheit stand, widmeten wir uns dem ersten Fässchen (hier mein Dank an unsere Mediziner!). Nach einer guten ersten Nacht wurde ich morgens um 7 schweißnass daran erinnert warum ich Zelten so hasse. Nach knapp 5 Stunden Schlaf erhitzte die Morgensonne unser Zelt und damit auch meine Stimmung. Also zur Abkühlung schnell ein Radler besorgt und zum Meeting unters Pavillon gesellt. Das Wetter schien besser als erwartet zu werden. Nichts als strahlend blauer Himmel zu sehen… bis dahin. Aber der Wettergott kann eben manchmal ein echter Arsch sein. So, nun aber genug übers Wetter geschimpft. Ist schließlich immer noch ein Festival und am Ende kann man stolz von sich sagen, es überlebt zu haben. Viel wichtiger sind die Performances und die Impressionen.
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