Aug 9 2011

Letzte Nacht fuhr’n wir einen Panzer

Die etwas nüchterne Beschreibung des Kunstobjektes Panzer von Nik Nowak liest sich wie folgt:

„Panzer“
Minidumper, Holz, Stahl, Kunstharz, Glasfaser, Audioequipment, Sound 2011
H 250 cm x L 350 cm x B 140 cm

und verkörpert damit eine Soundskulptur, die irgendwo zwischen Steampunk und Baumaschine ein wahrgewordener Bassfetischisten-Traum zu sein scheint. Neben dem Klang den der Panzer dem Zuhörer entgegenschmettert, eignen sich die glatten, weißen Oberflächen gleichzeitig perfekt um Visuals zu empfangen.
In der Schaltzentrale lässt sich neben der Steuerung des Vehikels auch noch so einiges Soundequipment unterbringen. Für den nächsten mobilen Outdoor-Rave also genau das richtige.
Brauch ich dafür eigentlich einen Führer- oder Waffenschein?


Apr 1 2010

Musikinstrumente mal anders

Eine Bomben-Idee mit noch tollerer Umsetzung. Alltagsgegenstände zu Musikinstrumenten verfremdet und das ganze im Kunstkontext realisiert. Die Gegenstände/Instrumente bestehen jeweils aus einen Mikro, einem Lautsprecher und einem Soundprozessor der die jeweiligen akustischen Signale für die Wiedergabe aufbereitet.
Die kreativen Köpfe hinter Ausstellungsstückesn stecken Kathy Scheuring und Georg Reil der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Selber beschreiben sie das Projekt so…

»Die Zusammenstellung umfasst sechs außergewöhnliche Exponate aus der Welt der Akustik und Geräusche. Der Form nach banal, weißt jedes der Objekte in seiner Verwendung eine besondere Fähigkeit auf. Zu hören ist neben dem Ticken einer Küchenuhr in einer Streichholzschachtel, auch eine Kaffeemühle, die, ähnlich wie ein Grammophon, Geräusche durch Kurbeln erklingen lassen kann.

Der magische Charakter eines jeden Objekts wird untermalt durch eine kleine Geschichte. Der technische Aspekt, wie das Vorhandensein von Lautsprechern und Sensoren, wird so fast völlig kaschiert. Lediglich die kleinen Anschlussbuchsen, sowie die einheitlich schwarze Lackierung verweisen auf die Besonderheit hinter den Dingen.«

Mir persönlich gefällt der Eimer am Besten, falls man das überhaupt so bewerten kann/soll. Was sagt ihr?


Dez 19 2009

Kreatiefgang… K.Spatz

Im Rahmen elektronischer Musik und der Club-Kultur steht nicht nur der Klang als Kunstobjekt im Fokus. Zum kulturellen Umfeld elektronischer Musik zählen ebenso die Künste der Gestaltung, angefangen bei Bewegtbildern, Fotos und Leinwänden bis zu den Tags auf Club-Toiletten. Diese Rubrik wird daher in Zukunft künstlerische Projekte sowie Künstler und deren Werke vorstellen. Den Anfang macht hier ein langjähriger Freund, der unter dem Namen K.Spatz seine Farbexplosionen veröffentlicht.

Eine Warnung vorweg. Bei manchen Bildern sollte man sich vor dem betrachten die Kinnlade festbinden! Denn die Bilder von K.Spatz protzen so gewaltig mit Detailverliebtheit, dass einem das Bild im ersten Moment ins Gesicht zu springen scheint. Nachdem sich das Auge dann so langsam an das geordnete Chaos auf der Leinwand gewöhnt hat, muss man einfach näher an das Bild. Dieser wilde Mix aus Farbe, Strichen, Punkten und Buchstaben ist dabei so voll mit kleinen Details, dass es schonmal eine gute Stunde dauern kann bis man die Story dahinter verstanden hat.
K.Spatz
Angefangen hat alles mehr oder weniger mit Graffiti. Am Anfang standen vor allem Styles auf dem Speisepaln vom K.Spatz, aber mit der Zeit hat sich sein wilder und markanter Tohu-Wabohu Character etabliert. Weiterhin aber experimentiert er mit allem was ein Stift, ein Grafiktablett, ein Stoffpony oder eine Farbdose an Möglichkeiten zulässt. Jetzt durfte man sein Schaffen in der Re:Flect Ausgabe 06/09 bestaunen. Diesmal ist ein wildes Schwarz-Weiß Artwork über das Leben, welches er zusammen mit seinem langjährigen Kollegen Lotus gestaltet hat, zu bestaunen.
Ausser mit Pinsel trifft man ihn auch häufig mit einer analogen Spiegel-Reflex an – und er hat eine kleine Fangemeinde wegen seines überfüllten Rucksacks erlangt.
Weiter zu den Bildern und dem Interview… weiterlesen