Das 50. Jubiläum der Elektronischen Musikvideos kommt optisch relativ unspektakulär und dafür wirklich handgemacht daher. Man hat den Eindruck nach Lana Del Rey wird es langsam salonfähig altes, gesammeltes Videomaterial einfach für die eigenen Zwecke umzuschneiden, hier passt aber auch der Vergleich zu Visuals ebensogut – irgendwas dazwischen also. Schaut auch in diesem Fall abermals wirklich nice aus, aber vor allem geht’s ja um die Musik! Und You Said Forever – von dem aus Rom stammenden Lerosa – ist smoother, chicacoider House mit ein wenig Disco-Attitüde und somit in meinen Ohren wieder mal eine kleine Akkustikperle.
In den letzten Tagen der Google-Reader Abstinenz hat sich dermaßen viel aufgestaut, dass häufig nur noch der “Mark all as read” Button als Lösung anbat. Auf das neueste Werk von Hercules & Love Affair bin ich glücklicherweise trotzdem gestoßen. Muss ja ehrlich zugeben, das ich das ersten Album der Crew rund um Andy Buttler nicht so gefeiert hab, wie die Journaille. Gut schon, aber nicht so besonders das ich es hätte beschreien müssen.
Das neue Album Blue Songs hab ich noch nicht gehört, aber die Single My House macht auf jeden Fall schonmal Appetit und ich werd die Tage mal reinhören. Der Track kommt mit discoidem Vocal-House aus dem letzten Jahrhundert ums Eck, dabei aber trotzdem modern — nicht modisch. Das Video so dermaßen auf 80ies gemacht, ein wahrer Augenschmaus. Sieht nach ner Menge Spaß am Set aus. Ist so perfekt gemacht, dass es schwer fällt zu glauben dass das Video nicht schon mindestens 20 Jahre alt ist.
Passend zum beginnenden Spätsommer hat Ellen Allien ein paar wunderschöne Bilder parat. Sound find ich persönlich auch nice, nur etwas poppiger als man es von Ellen Allien gewöhnt sein dürfte. Der softe Autotune der über der Stimme liegt geht mir allerdings mittelmäßig auf den Senkel. Trotzdem: Stimmungsvolle Bilder und vielleicht können wir ja aufgrund des wiederbelebten Sommers dieses Wochenende auch noch ein paar Stunden am See und in der Sonne verbringen. In diesem Sinne: Enjoy your weekend.
Eine Antwort auf die Frage liefertPump Up The Volume, eine House Doku aus dem Jahr 2001. Insgesamt verstecken sich in den 3 Vimeo Filmchen rund 150 Minuten Filmmaterial. Und ich muss sagen, dass hier wirklich mal richtig Information drin steckt. Dank Internet und Videoplattformen auch noch für Umme und in passabler Qualität. Dabei findet wirklich alles Platz: Von den Wurzeln des House – also den Disco-Klängen der 70er in New York – über die ersten Warehouse Partys mit Franky Knuckles, bis die Welle schließlich über den großen Teich nach Europa schwappt und sich hier nochmal neu entwickelt. Dabei kommen so viele Größen und Legenden zu Wort (oder werden wenigstens mit einem kleinen Lob bedacht), dass einem schwindlig wird. Prädikat besonders empfehlenswert!!!111einself! Nicht nur für bekennde House Liebhaber, alle Musikrichtungen die von House beeinflusst wurden und werden kommen hier auch unter. Anschauen!
UPDATE
Die Videos waren leider nur kurz auf Vimeo verfügbar. Daher bleibt wohl nichts anderes übrig, als irgendwo im halblegalen danach im Web zu suchen.
1. Mop (Moody) – Untitled
Der Track der gar kein Track ist. Zumindest gefühlt nicht nur einer. Krasse Dramaturgie die den Track in mehrere Parts zu splitten scheint. Großes Tennis. Limitierte 10″ Vinyl in Rot. Schnell zugreifen, bevor alle weg sind!
2. Nima Gorji – Forbidden Ritual
Letzten Monat hatte ich schon den gelobten und gefeierten MurMur Release von Chris Wood & Meat hier in den Top 10. Im April lege ich euch mit Nima Gorji eine ebenso empfehlenswerte EP aus dem Hause MurMur ans Herzen.
3. Oxia & Nicolas Masseyeff – Keep The Drums
Seit Domino höre ich mir wirklich alles von Oxia an. Mit der Sun Step EP lieferte der Franzose dann den nächsten Geniestreich. Ebenso Überdurchschnittlich kommt dieses saftige Tech-House Brett mit dicker Precussion daher. weiterlesen
Nachdem meine Plattensammlung immer größer wird und ich mich inzwischen auch traue den ein oder anderen Übergang damit hinzubasteln, zudem mein neues 4-Kanal Mischpult nur darauf gewartet hat endlich mal für einen Mix herzuhalten, hab ich mich heute mal wieder an die Decks gestellt. Dabei habe ich sowohl mein Vinyl drehen lassen als auch den guten Trecker dazu angeschmissen. Musikalisch hab ich mich in der Houseschublade ausgetobt. Mit knapp 35 Minuten ist das Set diesmal relativ kurz geworden, hoffe es gefällt trotzdem. Ich selber finde auf jeden Fall dass das Set genug Groove im Gepäck hat. Selber reinhören…
Schön dass ich auch endlich mal was von Booka Shade präsentieren kann. Ist zwar schon ewig her, dass ich mir die Sachen von denen so richtig reingezogen habe, aber Titel wie Night Falls, In White Rooms oder Charlotte haben mich damals schon ziemlich geflasht und sind auch heute nicht so richtig tot zu kriegen. Ich glaube irgendein Track von den Beiden fand sich damals auf jeder zweiten CD von mir im Auto. Und die Kombi Booka Shade VS. M.A.N.D.Y hat mit dem, zugegebenermaßen etwas huschigen, aber ebenso smoothen Track Body Language einen echten House-Ohrwurm geschaffen.
Dem neuesten Schaffen der Kollaboration wurde noch ein Video in zeitgemäßer Stopmotion-Optik spendiert. Das Video zu dem Track Donut wird alle Analog-Tetris Fans begeistern. Ein Haufen Pappschachteln rast, stolpert und hüpft in dem Video durch die Gegend. Der Tetris Vergleich kommt auch soundtechnisch nicht von ungefähr.
Am 3. Mai kommt übrigens das neue Album More von Booka Shade.