Apr 13 2011

Recap: Time Warp 2011


Wie so oft auf meinem Blog ein bisschen zu spät um noch aktuell zu sein, aber dafür mit genug Liebe um doch eine Berechtigung zu haben. Mein kurzes Recap zur diesjährigen Time Warp in Mannheim.
Chronologisch und in wenigen Worten sah meine Zeit Verformung 2011 ungefähr so aus: Vorfreude, Ernüchterung, Enttäuschung, Überraschung, Zufriedenheit, Euphorie.
Ein bisschen ausführlicher… meine epischen Freunde hatten mir dieses Jahr das Ticket zur Time Warp, meinem ersten großen Rave, zum Geburtstag geschenkt. Und obwohl das Line Up mich hätte ausrasten lassen müssen, war die Vorfreude tatsächlich mehr durch unsere riesige Crew gepusht als durch irgendwelche berühmten Namen. Wohlgemerkt auf dem Bild fehlen noch ein paar…

Die Vorfreude wurde auf jeden Fall scheibchenweise gedämpft. Daran hatte ein gewisses Klientel, die anfängliche langwierige und nervige Warterei auf Getränke, die damit verbundenen und absolut unnötigen Plastik-Wertchips, das daraus resultierende Chaos bei ständigen Verrechnern des Personals beim Getränkepreis und die teilweise mehr als deutlich überfüllten Hallen ihren Anteil. Also am Anfang lange Gesichter… bis wir uns Motivieren konnten Ricardo Villalobos links liegen zu lassen und Seth Troxler zu besuchen. Ab hier stieg die Laune kontinuierlich. Ein episches Set folgte das Nächste. Laurent Garnier spiele das Set der Nacht, Loco Dice brachte alles und jedem zum Kochen, Marco Carola schickte die Menschen mit seinem Bongo-Sound in Trance, Mathias Kaden servierte feinsten Tech-House zum Frühstück und Richie Hawtin setzte letzendlich mit seinem industriellen und experimentellem Minimal ein Sahnehäubchen obendrauf. Begleitet wurde das ganze von einer für diese Jahreszeit sehr warmen Frühlingsnacht (Danke, lieber Fön) und einem epischen Sonnenaufgang auf Floor 5 bei Herrn Garnier.
Und weil es mir überhaupt nichts macht mich zu wiederholen sag ich es gerne noch einmal: Ohne DIESE Crew wäre es nicht halb so geil gewesen. Danke daher nochmal an alle die so friedlich, fröhlich, ausgelassen und lang mit uns gefeiert haben.
Die Time Warp war dieses Jahr so gut, dass ich schon jetzt mit Sicherheit sagen kann, dass ich sie NIE wieder besuchen werde. Nach diesem Erlebnis kann alles danach nur noch zur Enttäuschung werden!

Noch schnell ein paar Worte zum Video: Gefilmt habe ich mit meinem Handy und Ingo mit einer kleinen Digitalen. Ziemlich beschissenes Material bei rausgekommen. Umso großartiger dass mein bester Mitbewohner Flunker Funker ein so ahnsehnliches Stück Video daraus geschnitten hat. Danke daher auch dir Flunk, obwohl du uns beim Feiern im Stich gelassen hast…


Jun 27 2010

MELT! 2010? Ja, ich will.

Was könnte das sein: Man muss tagelang schwitzen, man friert zwischendrin ab und zu, ein kalter Schauer und Gänsehaut jagen einem abwechselnd in Schüben durch den Körper, man ist von Kopfschmerzen geplagt und irgendwie ist man froh wenn es überstanden ist. Richtig: Grippe. Der einzige Unterschied zum Festival besteht darin, dass man sich immer wieder darauf freut und es sich im Gegensatz zu den Bazillen und Viren freiwillig antut, dabei mal eben über 100 Euro für eine Eintrittskarte liegen lässt, die selbe Summe nochmal in Getränke investiert, für nochmal die selbe Summe Gegenstände verliert oder kaputt macht und 3 Nächte dicht in einem undichten Zelt schläft.
Festivalerprobte lesen diese Beschreibung und bekommen ein Leuchten in den Augen, Normalsterbliche verdrehen selbige. Ich selbst frage mich ehrlich gesagt auch jedes Jahr (meistens an dem Abend an dem es nicht aufhören will zu regnen): Warum tue ich mir das schon wieder an? Und fünf Minuten später kommt die Antwort prompt auf eine der Bühnen spaziert! Die Antwort findet sich aber auch um mich herum. Tausende Menschen die miteinander tanzen, gegeneinander pogen und nebeneinander auf einem Acker schlafen, Bier gegen Tütensuppen tauschen und sich liebevoll beim Zeltaufbau sabotieren. Ja, so muss ein Festivalsommer aussehen!


Das MELT! Festival im attraktiven Ferropolis ist dieses Jahr sicher wieder eine der Anlaufstellen, die ohne Bedenken für musikalische wie euphorische Qualität garantieren können. Traditionell geht es wohl auch dieses Jahr wieder mit dem Einfeiern am Anreisedonnerstag los.
weiterlesen