MELT! 2010? Ja, ich will.
Was könnte das sein: Man muss tagelang schwitzen, man friert zwischendrin ab und zu, ein kalter Schauer und Gänsehaut jagen einem abwechselnd in Schüben durch den Körper, man ist von Kopfschmerzen geplagt und irgendwie ist man froh wenn es überstanden ist. Richtig: Grippe. Der einzige Unterschied zum Festival besteht darin, dass man sich immer wieder darauf freut und es sich im Gegensatz zu den Bazillen und Viren freiwillig antut, dabei mal eben über 100 Euro für eine Eintrittskarte liegen lässt, die selbe Summe nochmal in Getränke investiert, für nochmal die selbe Summe Gegenstände verliert oder kaputt macht und 3 Nächte dicht in einem undichten Zelt schläft.
Festivalerprobte lesen diese Beschreibung und bekommen ein Leuchten in den Augen, Normalsterbliche verdrehen selbige. Ich selbst frage mich ehrlich gesagt auch jedes Jahr (meistens an dem Abend an dem es nicht aufhören will zu regnen): Warum tue ich mir das schon wieder an? Und fünf Minuten später kommt die Antwort prompt auf eine der Bühnen spaziert! Die Antwort findet sich aber auch um mich herum. Tausende Menschen die miteinander tanzen, gegeneinander pogen und nebeneinander auf einem Acker schlafen, Bier gegen Tütensuppen tauschen und sich liebevoll beim Zeltaufbau sabotieren. Ja, so muss ein Festivalsommer aussehen!
Das MELT! Festival im attraktiven Ferropolis ist dieses Jahr sicher wieder eine der Anlaufstellen, die ohne Bedenken für musikalische wie euphorische Qualität garantieren können. Traditionell geht es wohl auch dieses Jahr wieder mit dem Einfeiern am Anreisedonnerstag los.
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