Mai 13 2010

Pump Up The Volume oder “Was ist eigentich House?”

Oder noch besser:

Woher kommt House

Eine Antwort auf die Frage liefertPump Up The Volume, eine House Doku aus dem Jahr 2001. Insgesamt verstecken sich in den 3 Vimeo Filmchen rund 150 Minuten Filmmaterial. Und ich muss sagen, dass hier wirklich mal richtig Information drin steckt. Dank Internet und Videoplattformen auch noch für Umme und in passabler Qualität. Dabei findet wirklich alles Platz: Von den Wurzeln des House – also den Disco-Klängen der 70er in New York – über die ersten Warehouse Partys mit Franky Knuckles, bis die Welle schließlich über den großen Teich nach Europa schwappt und sich hier nochmal neu entwickelt. Dabei kommen so viele Größen und Legenden zu Wort (oder werden wenigstens mit einem kleinen Lob bedacht), dass einem schwindlig wird. Prädikat besonders empfehlenswert!!!111einself! Nicht nur für bekennde House Liebhaber, alle Musikrichtungen die von House beeinflusst wurden und werden kommen hier auch unter. Anschauen!

UPDATE
Die Videos waren leider nur kurz auf Vimeo verfügbar. Daher bleibt wohl nichts anderes übrig, als irgendwo im halblegalen danach im Web zu suchen.


Mrz 31 2010

Die Sprache Techno

Das Techno nicht jeder versteht ist keine Neuigkeit. Wenn ich beispielsweise meine (musikalisch relativ aufgeschlossene) Mutter um eine Bewertung bitte, kommen so antworten wie: “Verschon’ mich mit dem Pferdegetrappel!” oder “Gibt’s den Lärm auch in gut?”. Das Verstehen bezieht sich in dem Fall mehr auf das Verständins für die Musik als auf das entschlüsseln der musikalischen Codes. Zugegeben bei bretthartem Techno scheint das relativ einfach. Fou-To-The-Floor Beat plus ein paar nette Synthieflächen, vielleicht klackert hier und da mal noch eine Hi Hat oder eine satte Snare klingelt einem durchs Gehör. Auch wenn wir House noch ein bischen um Vocals oder organischere Instrumente bereichern und das Tempo drosseln, letztendlich bleibt es immer der 4/4 Takt der die bestimmende Variable der Tanzmusik ist. Ein Code auf den man sich einigen kann. Sozusagen das Grundvokabular.

Doch Sprache besteht aus mehr. Tanzmusik ist Clubmusik, und der Club damit der beste Platz diese Sprache wirklich zu erlernen oder zu verstehen. Was ist schon ein 8 Minuten Track auf dem iPod gegen ein 4 Stunden Set auf der Tanzfläche. Ein Set, bei dem der DJ mit seinem Publikum interagiert – es leitet – ihnen sowohl die Ausrastphasen und Hochs, aber auch die Verschnaufpausen gewährt. Das ist es was diese Musik zu einem eigenen Code macht. Ihn zu verstehen vermag nicht, wie bei anderer Musik, durch das Hören auf der heimischen Anlage gelingen. Wie bei Sprache lernt man die Vokabeln in der Schule, das Sprechen und Verstehen jedoch erst beim Gebrauch. Tanzmusik findet nunmal im Club, auf Open Airs oder auf der Afterhour statt und genau dort erlernt man das Verständins oder Begeisterung für diese Art von Musik.

Von dieser Sprache erzählt der Film Speaking in Code der seit dem 29.03. endlich auch als DVD geordert werden kann. Amy Grill begleitet verschiedene DJs bei ihren Plattenkäufen, auf Festivals, beim Controller löten und in die Clubs. weiterlesen


Jan 15 2010

Totally Wired… Dokumentation über Schneider’s Büro in Berlin

Gestern hat mich arte Tracks auf diese Dokumentation über die Liebe zur analogen Beaterstellung aufmerksam gemacht. In “Totally Wired” geht es um einen nerdigen Synthie-Bastlerladen in der Alexanderstraße 7 in Berlin. Genauer “Schneider’s Büro”, ein Laden in dem sich die großen Produzenten von Techno und House die Klinke in die Hand zu geben scheinen. Anthony Rother, Ricardo Villalobos oder Magda sind nur einige Namen die in Andreas Schneiders Laden zum Modulator- und Synthesizer-Shopping sowei Fachsimpeln vorbeischauen.
Auf dem Totally Wired Blog gibt es dann noch einen schönes Zitat dass die besondere Beziehung zu den analogen Geräten zum Ausdruck bringt.

A module is for life, not just for Christmas…