Nov 25 2010

In welcher Generation leben
wir eigentlich?

Ich bin ja der festen Überzeugung wir leben in der Generation Comeback. Alles irgendwie schonmal dagewesen, jetzt aber wieder neu und noch hipper als damals. Außer natürlich die sozialen, globalen Online-Netzwerke. Ebenso würde ich daher also auch unterschreiben wir leben in der Generation Digital, Remix, Millenials oder Globals. Es würden noch viele weiter Stempel passen. Auf jeden Fall lässt sich aber sagen: Wir alle wollen jung sein, oder zumindestens so tun als ob. Dabei sein, hip sein, mitreden… oder noch besser – gleich Opinion Leader. Bla Blubb… sind wir nicht alle ein bisschen Werber?
Der Film We All Want To Be Young ist das Ergebnis zahlreicher Studien des Marktforschungsunternehmens BOX1824 aus Brasilien, die sich vor Allem mit Verhaltensforschung und Verbrauchertrends befasst. Der Film ist angereichert mit vielen tollen Filmszenen, Konsolenspielen und anderem was unsere Generation so schrecklich geprägt hat und zu dem Sauhaufen gemacht hat, der er nun ist (Achtung: Ironie, ich find’ uns klasse!). Zudem äußerst informativ und interessant… nicht nur für Werber.


Okt 20 2010

Krach und Sach-Geschichten

Hey ich nehm’s sofort zurück! Die Headline ist unpassend… es geht um Vinyl. Und wie wir ja alle wissen kommt aus den schwarzen Scheiben viel Klang aber kein Krach. Musste mir selbst aber die Freude an dem billigen Wortspiel lassen. Ist eben eine Sendung mit der Maus für halberwachsene Musiknerds und Vinylfetischisten. Es geht um die Herstellung von Schallplatten vom Master bis zum Endprodukt.
In den Händen hatten wir wahrscheinlich alle schonmal ein Stück rundes, schwarzes Gold. Nach dem Bericht wird einem aber wiedermal klar, was so ein Ding im Vergleich zu einer mp3 an (nicht nur ideellem) Wert hat. Finde die geile 80er Porno-Mucke im Hintergrund übrigens saugeil.

“Da sage nochmal einer, die Schallplatte sei tot!”
via Das KFMW


Mai 13 2010

Pump Up The Volume oder “Was ist eigentich House?”

Oder noch besser:

Woher kommt House

Eine Antwort auf die Frage liefertPump Up The Volume, eine House Doku aus dem Jahr 2001. Insgesamt verstecken sich in den 3 Vimeo Filmchen rund 150 Minuten Filmmaterial. Und ich muss sagen, dass hier wirklich mal richtig Information drin steckt. Dank Internet und Videoplattformen auch noch für Umme und in passabler Qualität. Dabei findet wirklich alles Platz: Von den Wurzeln des House – also den Disco-Klängen der 70er in New York – über die ersten Warehouse Partys mit Franky Knuckles, bis die Welle schließlich über den großen Teich nach Europa schwappt und sich hier nochmal neu entwickelt. Dabei kommen so viele Größen und Legenden zu Wort (oder werden wenigstens mit einem kleinen Lob bedacht), dass einem schwindlig wird. Prädikat besonders empfehlenswert!!!111einself! Nicht nur für bekennde House Liebhaber, alle Musikrichtungen die von House beeinflusst wurden und werden kommen hier auch unter. Anschauen!

UPDATE
Die Videos waren leider nur kurz auf Vimeo verfügbar. Daher bleibt wohl nichts anderes übrig, als irgendwo im halblegalen danach im Web zu suchen.


Mrz 31 2010

Die Sprache Techno

Das Techno nicht jeder versteht ist keine Neuigkeit. Wenn ich beispielsweise meine (musikalisch relativ aufgeschlossene) Mutter um eine Bewertung bitte, kommen so antworten wie: “Verschon’ mich mit dem Pferdegetrappel!” oder “Gibt’s den Lärm auch in gut?”. Das Verstehen bezieht sich in dem Fall mehr auf das Verständins für die Musik als auf das entschlüsseln der musikalischen Codes. Zugegeben bei bretthartem Techno scheint das relativ einfach. Fou-To-The-Floor Beat plus ein paar nette Synthieflächen, vielleicht klackert hier und da mal noch eine Hi Hat oder eine satte Snare klingelt einem durchs Gehör. Auch wenn wir House noch ein bischen um Vocals oder organischere Instrumente bereichern und das Tempo drosseln, letztendlich bleibt es immer der 4/4 Takt der die bestimmende Variable der Tanzmusik ist. Ein Code auf den man sich einigen kann. Sozusagen das Grundvokabular.

Doch Sprache besteht aus mehr. Tanzmusik ist Clubmusik, und der Club damit der beste Platz diese Sprache wirklich zu erlernen oder zu verstehen. Was ist schon ein 8 Minuten Track auf dem iPod gegen ein 4 Stunden Set auf der Tanzfläche. Ein Set, bei dem der DJ mit seinem Publikum interagiert – es leitet – ihnen sowohl die Ausrastphasen und Hochs, aber auch die Verschnaufpausen gewährt. Das ist es was diese Musik zu einem eigenen Code macht. Ihn zu verstehen vermag nicht, wie bei anderer Musik, durch das Hören auf der heimischen Anlage gelingen. Wie bei Sprache lernt man die Vokabeln in der Schule, das Sprechen und Verstehen jedoch erst beim Gebrauch. Tanzmusik findet nunmal im Club, auf Open Airs oder auf der Afterhour statt und genau dort erlernt man das Verständins oder Begeisterung für diese Art von Musik.

Von dieser Sprache erzählt der Film Speaking in Code der seit dem 29.03. endlich auch als DVD geordert werden kann. Amy Grill begleitet verschiedene DJs bei ihren Plattenkäufen, auf Festivals, beim Controller löten und in die Clubs. weiterlesen