Okt 16 2010

Clubcast… ToY // Stuttgart

Endlich mal ein ordentlicher und dicker Gastbeitrag hier im Blog. Dieser Clubcast stammt diesmal aus dem Tastenanschlag von esyotmusic-Leser Niclas. Ich will auch gar nicht weiter vorgreifen, es ist ein Clubcast zur Stuttgarter Afterhour-Institution ToY. Enjoy…

Wenn Sonntagmorgens die ersten Sonnenstrahlen die Königsstrasse in Stuttgart entlang wandern, ein paar wenige sich auf den Weg zur Arbeit machen und der Großteil der Menschen noch tief und fest schläft, dann ist die Zeit gekommen: das ToY, in dem bis zu dieser Zeit noch Hip Hop das Publikum zum Tanzen animierte, öffnet seine Pforten. Für die feierwütige Menge, die um sechs Uhr am Morgen immer noch nicht genug von elektronischer Musik hat und jene, die extra aufstehen um das ToY zu besuchen, ist der Club am Kopf der Königsstraße traditionell jeden Sonntag Stuttgarts wohl bekannteste Anlaufstelle für eine gelungene Afterhour.
ToY Logo

Das ToY ist ein Club-in-Club-Projekt, da es in den vier Wänden des City Departments beheimatet ist, in denen auch der „Club Cappo“ sein Zuhause findet. Standesgemäß wird der Start des Wochenende mit dem dreizehnstündigen „Einklang“ im ToY zelebriert, welcher Freitags um 23 Uhr beginnt und bei dem sich die Leute schon mal „warm tanzen“ können um für die Afterhour in knapp 30 Stunden bereit zu sein. Nach dreizehn Stunden Feierei schliesst das ToY dann Samstags wenn die Sonne ihren Zenit gerade erreicht. Doch bis zur Afterhour muss der Tanzflur nicht auf seine nächsten Gäste warten: Eine Stunde vor Mitternacht öffnet der „Club Cappo“ in den selben Räumlichkeiten, in denen dann softe RnB-Sounds bis hin zu hartem Dirty South/Crunk gespielt werden. Nachdem die letzen Gäste um halb sechs morgens aus dem Cappo gekehrt wurden, hat die Crew eine halbe Stunde Zeit, die Stuttgarter Techno-Oase für die bevorstehende, neunstündige Afterhour auf Vordermann zu bringen. Der elektronische Marathon wird meistens von viel sattem Minimal bis Techno begleitet, mit wechselnden DJs geht’s im ToY auch mal gemächlicher zu und weniger harte Sounds werden gespielt. Doch egal, was letzendlich gespielt wird: die bunt gemischte Menge tobt. Stuttgarts durchfeiertes Nachtleben trifft auf Frühaufsteher, Technoliebhaber und ein paar Durchis und Druffis…

Das ToY in Stuttgart ist auf jeden Fall eine ‘Reise’ wert, für all diejenigen, die auf satten, technoiden Sound stehen und nach dem Feiern noch Lust haben, sich in Ekstase zu tanzen, die Restenergie aus dem Körper zu schütteln oder einfach dem feiernden, gutgelaunten Publikum zuzusehen und sich den elektronischen Beats hinzugeben.


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Apr 16 2010

Clubcast… Romy S. // Stuttgart

Die Romy, wie der Club auch gerne liebevoll genannt wird, ist mit Sicherheit nicht der älteste Club in Stuttgart. Sicher aber ist die Romy einer der Clubs, die ich in Stuttgart als erstes regelmäßig besucht habe. Damals ging es aber noch nicht elektronisch in der Romy S. zu – vor allem Hip Hop brachte hier die Ärsche der Besucher zum wackeln. Vor gut zwei Jahren begann dann der softe Wechsel hin zur elektronischen Tanzmusik. Zuerst vorsichtig nur jeden Samstag, kurze Zeit später ab und zu auch freitags und ab da hieß es dann an beiden Wochenendtagen “Romy S. – Eine für Alle” – für alle Freunde guter elektronischer Tanzmusik.

Denn seit dem technoiden Erwachen der Romy spricht das Booking eine deutliche Sprache: die der tanzbaren Qualität. So ist es den Machern gelungen, die Romy in nur 2 Jahren 4/4-Takt-Programm auf Platz 10 der besten Clubs Deutschlands (im Groove Leserpoll 2009) zu schießen. Wobei man hier nicht nur Credits an das Booking verteilen darf, an solchen Erfolgen ist auch immer das Publikum, die Stimmung, das Licht und das Personal “schuld”. Das romy-schneideresk-lasziv-erotische Ambiente gibt dem Konzept dann noch den Sahnehäubchen-Rest. In rotem Leder gepolsterte Sofa-Ecken, vertikale Tanz-Stangen auf Podesten und genügend Platz an der Bar laden ein, in den Kellerräumen zu bleiben bis die Sonne draußen schon alles in ihren Glanz gehüllt hat.

Verlosung
Dieses Wochenende residieren mal wieder zwei meiner musikalischen Lieblingsacts hinter dem Mischpult der Romy.
Romy S. Flyer 17.04.10 Der junge und überaus talentierte Roman Flügel (ein Teil von Alter Ego) vertritt zusammen mit Ata, dem Besitzer des Robert Johnson die Rhein-Main Region. Die Stuttgarter-Fahne wird von Alexander Maier hochgehalten. Zu diesem Event verlost esyotmusic.de in Kooperation mit der Romy S. jeweils 3 x 2 Gästelisten-Plätze. Alles was Ihr dazu tun müsst ist bis Samstag, den 17.04.10 um 12:00 Uhr eine Mail an moritz@esyotmusic.de mit eurem Vor- und Nachnamen zu schreiben. Die Gewinner werden per E-Mail von mir benachrichtigt und stehen automatisch auf der Gästeliste. Bitte seid so fair und nehmt nur Teil, wenn ihr auch kommen könnt.

Den Weg zur Romy weist wie immer Google Maps. Nach Hause müsst ihr allerdings alleine finden…


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Feb 26 2010

Clubcast… Douala // Ravensburg

Clubcast... Douala//Ravensburg
Ich muss ehrlich sein. Hätte ich nicht in Ravensbrug studiert wäre ich wahrscheinlich niemals ins Innere dieses Clubs vorgedrungen. Und weiter ehrlich gesprochen bedeutet das, ich hätte etwas verpasst. Und das obwohl es jedem Audio-Liebhaber die Nackenhaare aufstellt, wenn er seinen ersten Soundcheck im Douala macht. Sogar weniger geschulte Ohren erkennen die Brummschleife… und die Bässe lassen lockere Blechverkleidungen bei jedem Schlag mitzittern und fügen somit dem Techno-Gewitter einen neuen metallischen Sound hinzu. Zudem hat der Laden wohl schon mal bessere Zeiten gesehen und viele würden vielleicht die nicht unbedingt zeitgemäßen Lichteffekte bemängeln. Dabei ist genau die Summe dieser Einzelschwächen die Stärke und Einzigartigkeit des Douala. Es ist wie eine Zeitreise in die goldenen 90er der Techno-Partys – nur ohne Tarn-Netzoberteile und neonfarbene Schlaghosen. Das mag etwas stark glorifizierend klingen, aber in den verwinkelten Gängen finden sich Aufkleber und Deko-Elemente die offensichtlich aus dem letzten Jahrtausend stammen. Die Decken und Wände schreien einem entgegen wieviel Schweiß von ihnen getropft sein muss und die Lichtinstallationen lassen vermuten dass sie wohl aus der Acid Hoch-Zeit stammen.


Die Geschichte des Douala lässt sich auch schlicht in einer Zahl ausdrücken. Diesen März kann der Club sein 26-jähriges bestehen feiern, und das immer noch in den selben Räumlichkeiten wie bei der damaligen Gründung. Das ist Angesichts der Steine die den Machern des Clubs durch die Stadtverwaltung immer wieder in den Weg gelegt werden eine beachtliche Leistung. Sozusagen das “kleine gallische Dorf” das gegen das Spießertum kämpft. Welcher Zaubertrank hierbei hilft sei dahingestellt.
Und in der Institution Douala selbst gibt es eine weitere Institution. Während bekannte Clubs mit modernen Food-Konzepten und aufwändigen Gänge-Menüs die Feiergaumen verwöhnen, bietet der Eingangsbereich des Douala noch eine echte Pommes-Bude mit fettem Fleisch, gebratenen Würstchen und Soßen in zig Schärfegraden.

Das Original-Douala steht übrigens nicht in Ravensburg sonder ist der Name der größten Hafenstadt Kameruns.


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Jul 23 2009

Clubcast… Robert Johnson, Offenbach am Main

Das Robert Johnson … „Was habe ich gefühlt, als ich den Club zum ersten Mal betreten habe?“ Ich glaube ich dachte sowas wie „Wow, nen Wohnzimmer! Kann ich vielleicht gleich einziehen? Hier bleiben und einfach jede verdammte Party mitnehmen?

Robert Johnson, Offenbach am Main

Robert Johnson, Offenbach am Main

Was den verhältnismäßig und überraschend klein-minimalistischen Laden am Offenbacher Hafen angeht, so zählen dort zwei Dinge: die Musik und die Menschen. Und beide Faktoren bescheren wunderbare Momente. Allein damit hat das Robert Johnson es laut residentadvisor im vergangenen Jahr auf Platz 7 der 100 besten Clubs der Welt geschafft – das alles ohne großes Rämpämpän á la Cocoon und Konsorten. Im Gegenteil: ein kleiner Raum, klare Linien, variable Hocker- und Bankelemente, Bar, Balkon… das war’s.
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