Okt 18 2010

Der Flügel für den DJ

Also die Idee schaut ja schonmal ganz geil aus. Ein großen weißen Flügel in ein derart abgefahrenes DJ/VJ System zu verwandeln ist auf jedenfall relativ kompromisslos. Da wurde wirklich einfach mal so ziemlich alles an neuester (digitaler) Technik reingepackt, was das klarlackversiegelte Gehäuse vertragen konnte. Die Liste an technischem Wust liest sich dann in Auszügen so:

Video:
•Dual Pioneer DVJ-X1 DVD Players
•Edirol V-4 Video Mixer
•3 Marshal LCD Monitore

Audio:
•Allen and Heath Xone 92 Audio Mixer
•Dual 15″ Subwoofers
•18″ Subwoofer
•12″ Subwoofer
•3 Bullet Tweeters
•AB 1100 Watt Power Amplifier

Zusätzliche gibt es folgende Upgrades:
•Hydraulische Beine und Deckel
•Unterbodenbeleuchtung
•Nebelmaschine und Laser
•und weitere…

Verwirklicht wurde das pompöse Stück von Babygrandmaster, die sich in bestem amerikanischem Understatement einfach mal The King Of Video Instruments nennen. Als Musikliebhaber tränen einem schon ein bisschen die Augen, denn Lautsprecher die nach oben gegen eine schräge, harte Fläche strahlen können prinzipiell mit einem guten Stereo-Paar eher nicht mithalten und auch vom ästhetischen Standpunkt darf man sicher drüber streiten. Einen Blick und damit einen Post ist es allemal wert. Würde nur noch zu gerne wissen was das Teil kosten soll.


Aug 12 2010

Multitouch Table Konzept mit echtem Clubnutzwert


vimeo direktgerg
Habe diese Woche schon zwei Multitouch Anwendungen vorgestellt. Ein Ansatz war professionell ambitioniert und bereits mit komerziellem Potential, der Andere hatte schon fast revolutionäre und vor allem futuristische Züge.
Die neueste Entdeckung ist ein Konzept, dass die gängigen DJ-Setups in Clubs tatsächlich revolutionieren soll und das Potential hätte dies zu tun. Das Konzept von Gergwerk sieht vor alle Turntables der Clublandschaft zu entfernen und mit diesem superinnovativen Multitouch System zu ersetzen. In diesem Fall trägt das System den Titel Multitouch übrigens vollkommen zurecht, weil es unterschiedlichen Gesten verschiedene Befehle zuordnet. Laut eigener Aussage ist eine Umsetzung realistisch. Es fehlen wahrscheinlich noch ein paar Investoren.


Aug 10 2010

Griid vereint Ableton Live & das iPad

Das iPad konnte mich zu Anfang ja nicht so recht überzeugen. Einfach ein aufgeblasenes iPhone ohne Telefonfunktion, dachte ich. Nachdem ich es jetzt aber schon ein paar mal in der Hand hatte und es zur Zeit bei mir auf dem Tisch rumliegt habe ich die Vorzüge und den theoretischen Nutzen von dem Tablett durchaus verstanden. Warte allerdings auch schon Wochen, dass endlich eine sinnvolle Musik-App für den schmucken Touchdisplay-Rechner erscheint. Bin grade schon fleißig am sammeln und bei Gelegenehit gibt es ein Fortsetzung der 10 besten iPhone Apps, dann aber eben für’s iPad… aber jetzt erstmal zu dem aktuell überzeugensten Kandidaten: Griid Pro von Liine.
Griid ist eine Midi-Steuerung für Ableton Live und hat exakt den Vorteil den keine Konsole (ohne Multitouch-Display) jemals beherrschen wird: durch scrollen kann sie ohne Ende Patterns und Loops und Tasten darstellen (die würden so, nirgends drauf passen). Hier im Video bekommt man schonmal einen ersten, aber dennoch ganz vernünftigen Eindruck der Software für das iPad.

Und der Riddschie (alias Platikman) zeigt im Video weiter unten dann, dass es sich hier nicht um einer weitere Musik-Kinderzimmer Spielerei handelt, sondern ein professioneller Einsatz damit durchaus möglich und sinnvoll erscheint. Das eben schon angepriesene Steuern einer DAW wie Ableton Live über das iPad geht vor allem auch schön über Wireless. Was ihm den Soundcheck auch einfach direkt in der Mischstation knappe 100 Meter von der Bühne entfernt erlaubt. weiterlesen


Aug 9 2010

Töken Multitouch // Emulator // Traktor Pro

So langsam aber sicher tut sich immer mehr, was das Thema Multitouch, Midi und DJ-Software näher zusammenbringt. Ob jetzt iPhone oder iPad mit eigenen Apps und Schnittstellen oder den neuesten Gerüchten um das Übermidipult von Native Instruments für die hauseigene Traktot Software. Dieses Teil hier unten hat’s mir allerdigns besonders angetan, auch wenn es wahrscheinlich nie bezahlbar oder für den Massenmarkt gedacht ist (hat das der damalige HP Chef nicht auch mal über Computer gesagt?). Aber auf der Bühne würde das Teil schon allein optisch dermaßen rocken! Seht selbst: das Töken Board, eine Art durchsichtiger Multitouch Bildschirm. Hier steuert es über die Windows 7 Midi-Software Emulator Traktor Pro.


Jul 12 2010

AmpliTube iRig… Sound Adapter für das iPhone

iRig AmpliTube

Eigentlich ist dieser Adapter längst überfällig gewesen. Besitzt doch der pfiffige iPhone Kopfhörerausgang im selben Stecker auch einen Mikrofoneingang. Externe Quellen per Klinke einzuspeisen war bis dato dennoch nicht möglich. Diese Funktion übernimmt aber jetzt der AmpliTube iRig Adapter von IK Multimedia. Hierüber lassen sich in erster Linie Gitarren anschließen und verzerren, die selben Effekte stehen aber natürlich auch für normale Line Quellen oder Synthesizer zur Verfügung. Zum einschleifen braucht man hierzu ein 6,3 mm Klinke Kabel, während der Adapter das fertig bearbeitet Signal über eine 3,5 mm Klinkebuchse wieder ausspuckt.
iRig Sound Adapter
Im iPhone übernimmt dann die passende Software die Bearbeitung. Die App gibt es in drei Versionen, deren Preise von for Free bis knapp 20 Euro reichen. Beim Kauf des iRig Adapters gibt es die Vollversion sogar Gratis mit dazu. Ansonsten denke ich fährt man mit der AmpliTube LE Versionganz gut.
Gefunden von Benny.


Apr 1 2010

Musikinstrumente mal anders

Eine Bomben-Idee mit noch tollerer Umsetzung. Alltagsgegenstände zu Musikinstrumenten verfremdet und das ganze im Kunstkontext realisiert. Die Gegenstände/Instrumente bestehen jeweils aus einen Mikro, einem Lautsprecher und einem Soundprozessor der die jeweiligen akustischen Signale für die Wiedergabe aufbereitet.
Die kreativen Köpfe hinter Ausstellungsstückesn stecken Kathy Scheuring und Georg Reil der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Selber beschreiben sie das Projekt so…

»Die Zusammenstellung umfasst sechs außergewöhnliche Exponate aus der Welt der Akustik und Geräusche. Der Form nach banal, weißt jedes der Objekte in seiner Verwendung eine besondere Fähigkeit auf. Zu hören ist neben dem Ticken einer Küchenuhr in einer Streichholzschachtel, auch eine Kaffeemühle, die, ähnlich wie ein Grammophon, Geräusche durch Kurbeln erklingen lassen kann.

Der magische Charakter eines jeden Objekts wird untermalt durch eine kleine Geschichte. Der technische Aspekt, wie das Vorhandensein von Lautsprechern und Sensoren, wird so fast völlig kaschiert. Lediglich die kleinen Anschlussbuchsen, sowie die einheitlich schwarze Lackierung verweisen auf die Besonderheit hinter den Dingen.«

Mir persönlich gefällt der Eimer am Besten, falls man das überhaupt so bewerten kann/soll. Was sagt ihr?


Mrz 15 2010

Elektro-Heinz am Synthesizer (1978)

Viele denken Techno findet erst seit den Neunzigern statt. Pedantisch betrachtet ist das natürlich irgendwie korrekt, da der Technobegriff und auch die eigentliche Musik um die Zeit rum entstanden. Und ich erzähl auch niemandem was Neues, wenn ich offenbare, dass die Entwicklung schon lange davor angefangen hat. Das Künstlerkollektiv Kraftwerk beispielsweise experimentiert und beeinflusst elektronische Musik bereits seit 1970.
Was ich jetzt aber entdeckt habe, ist eine sympathische Überraschung. Heinz Funk demonstirierte damals (1978) in der ZDF Sendung Zauber der Töne das damlas ziemlich neuartige und moderne MOOG Modular System und den Sennheiser Vocoder VSM 201.

Damit fand wohl damals mehr elektronische Musik im Öffentlich-Rechtlichen statt als heutzutage. Von besagtem Vocoder wurden übrigens weltweit nur 50 Stück angefertigt und heute kann man dafür gut und gerne 10.000 Öcken hinblättern. Sowas presst man inzwischen in eine iPhone App für 2,99 Euro runter, die dann versucht so eine komplexe Kiste zu emulieren. Auch beachtlich wie groß damals die Synthesizer noch waren. Sind ja heute immer noch amtliche Ziegelsteine, aber die Maschinen mit denen Heinz Funk hier experimentiert haben ja noch Zimmergröße.

via datenvandalen