Okt 28 2010

Würdiger Nachfolger

So, nun ist also nach dem 1210er MK II auch der Walkman tot. Muss ja ganz ehrlich gestehen, dass mich das überhaupt nicht juckt. Auch wenn ich schon so ein bisschen Nostalgiker und vor allem Analogfan bin ist mir der verrauschte Klang der Magnetbänder einfach zu schlecht. Den Sound von den klappernden Tapes find ich wiederrum ziemlich geil… aber naja.

Die Firma Playbutton hat für die freigewordene Mobilmusik-Marktlücke gleich das nötige Stopfmaterial parat. Die Firma stellt kleine rundliche MP3-Player her. So weit also erstmal überhaupt nichts Neues. Das neuartige an den Teilen ist aber, dass man sie fertig bespielt kauft. Man kauft also das Album nicht auf iTunes oder auf einer unhandlichen CD sondern dirket mit integriertem Player… Ohrstöpsel rein und gut ist. Auf den überhippen Buttons ist dann auch noch der perfekte Platz für das Cover der jeweiligen Band.

Finde das eigentlich echt mal eine geile Idee für ein Musikformat. Die Buttons sind ja grade eh der Shit und sollten somit bei der Hipster-Zielgruppe (Early Adoptors und so) schnell Anklang finden. Außerdem kann man so direkt ein Statement setzen, was den eigenen Musikgeschmack angeht (Super Dating Tool: Nie wieder eine Frau mit schlechtem Musikgeschmack ansprechen!). Bis jetzt gibt es noch kein Label, dass sich offiziell dazu entschieden hat auf den schicken Playbuttons zu releasen. Wir dürfen aber auf jeden Fall gespannt sein. Good Luck!


Okt 18 2010

Eine Petrischale zum Musik züchten

Ich hatte schonmal vor einiger Zeit einen eher simplen Web Step Sequencer hier im Blog. Der neue Seaquence geht noch einen Schritt weiter und ist gleichzeitig einen Tacken experimenteller. Seaquence ist einfach kein gewöhnlicher Step-Sequencer. Die Macher bezeichnen ihn selbst als musikalische Petri-Schale. Also nur konsequent, dass in der Beschreibung von musikalischen Lebensformen die Rede ist und nicht von Tönen, die der Protagonist erschafft. Die Klangtierchen erinnern tatsächlich stark an fossile Würmer. Unten im Video wird zum besseren Verständnis nochmal erläutert wie es geht. Einige Sounds erinnern dabei an die orgnaischen Produktionen von Eulberg. Also Vorsicht: Langeweilekiller mit möglichem Suchtpotential. Ihr könnt eure Versuche auch speichern und den Link dann unten in die Kommentare hauen. Ich bin gespannt!


Okt 18 2010

Der Flügel für den DJ

Also die Idee schaut ja schonmal ganz geil aus. Ein großen weißen Flügel in ein derart abgefahrenes DJ/VJ System zu verwandeln ist auf jedenfall relativ kompromisslos. Da wurde wirklich einfach mal so ziemlich alles an neuester (digitaler) Technik reingepackt, was das klarlackversiegelte Gehäuse vertragen konnte. Die Liste an technischem Wust liest sich dann in Auszügen so:

Video:
•Dual Pioneer DVJ-X1 DVD Players
•Edirol V-4 Video Mixer
•3 Marshal LCD Monitore

Audio:
•Allen and Heath Xone 92 Audio Mixer
•Dual 15″ Subwoofers
•18″ Subwoofer
•12″ Subwoofer
•3 Bullet Tweeters
•AB 1100 Watt Power Amplifier

Zusätzliche gibt es folgende Upgrades:
•Hydraulische Beine und Deckel
•Unterbodenbeleuchtung
•Nebelmaschine und Laser
•und weitere…

Verwirklicht wurde das pompöse Stück von Babygrandmaster, die sich in bestem amerikanischem Understatement einfach mal The King Of Video Instruments nennen. Als Musikliebhaber tränen einem schon ein bisschen die Augen, denn Lautsprecher die nach oben gegen eine schräge, harte Fläche strahlen können prinzipiell mit einem guten Stereo-Paar eher nicht mithalten und auch vom ästhetischen Standpunkt darf man sicher drüber streiten. Einen Blick und damit einen Post ist es allemal wert. Würde nur noch zu gerne wissen was das Teil kosten soll.


Aug 12 2010

Multitouch Table Konzept mit echtem Clubnutzwert


vimeo direktgerg
Habe diese Woche schon zwei Multitouch Anwendungen vorgestellt. Ein Ansatz war professionell ambitioniert und bereits mit komerziellem Potential, der Andere hatte schon fast revolutionäre und vor allem futuristische Züge.
Die neueste Entdeckung ist ein Konzept, dass die gängigen DJ-Setups in Clubs tatsächlich revolutionieren soll und das Potential hätte dies zu tun. Das Konzept von Gergwerk sieht vor alle Turntables der Clublandschaft zu entfernen und mit diesem superinnovativen Multitouch System zu ersetzen. In diesem Fall trägt das System den Titel Multitouch übrigens vollkommen zurecht, weil es unterschiedlichen Gesten verschiedene Befehle zuordnet. Laut eigener Aussage ist eine Umsetzung realistisch. Es fehlen wahrscheinlich noch ein paar Investoren.


Aug 10 2010

Griid vereint Ableton Live & das iPad

Das iPad konnte mich zu Anfang ja nicht so recht überzeugen. Einfach ein aufgeblasenes iPhone ohne Telefonfunktion, dachte ich. Nachdem ich es jetzt aber schon ein paar mal in der Hand hatte und es zur Zeit bei mir auf dem Tisch rumliegt habe ich die Vorzüge und den theoretischen Nutzen von dem Tablett durchaus verstanden. Warte allerdings auch schon Wochen, dass endlich eine sinnvolle Musik-App für den schmucken Touchdisplay-Rechner erscheint. Bin grade schon fleißig am sammeln und bei Gelegenehit gibt es ein Fortsetzung der 10 besten iPhone Apps, dann aber eben für’s iPad… aber jetzt erstmal zu dem aktuell überzeugensten Kandidaten: Griid Pro von Liine.
Griid ist eine Midi-Steuerung für Ableton Live und hat exakt den Vorteil den keine Konsole (ohne Multitouch-Display) jemals beherrschen wird: durch scrollen kann sie ohne Ende Patterns und Loops und Tasten darstellen (die würden so, nirgends drauf passen). Hier im Video bekommt man schonmal einen ersten, aber dennoch ganz vernünftigen Eindruck der Software für das iPad.

Und der Riddschie (alias Platikman) zeigt im Video weiter unten dann, dass es sich hier nicht um einer weitere Musik-Kinderzimmer Spielerei handelt, sondern ein professioneller Einsatz damit durchaus möglich und sinnvoll erscheint. Das eben schon angepriesene Steuern einer DAW wie Ableton Live über das iPad geht vor allem auch schön über Wireless. Was ihm den Soundcheck auch einfach direkt in der Mischstation knappe 100 Meter von der Bühne entfernt erlaubt. weiterlesen


Aug 9 2010

Töken Multitouch // Emulator // Traktor Pro

So langsam aber sicher tut sich immer mehr, was das Thema Multitouch, Midi und DJ-Software näher zusammenbringt. Ob jetzt iPhone oder iPad mit eigenen Apps und Schnittstellen oder den neuesten Gerüchten um das Übermidipult von Native Instruments für die hauseigene Traktot Software. Dieses Teil hier unten hat’s mir allerdigns besonders angetan, auch wenn es wahrscheinlich nie bezahlbar oder für den Massenmarkt gedacht ist (hat das der damalige HP Chef nicht auch mal über Computer gesagt?). Aber auf der Bühne würde das Teil schon allein optisch dermaßen rocken! Seht selbst: das Töken Board, eine Art durchsichtiger Multitouch Bildschirm. Hier steuert es über die Windows 7 Midi-Software Emulator Traktor Pro.


Jul 12 2010

AmpliTube iRig… Sound Adapter für das iPhone

iRig AmpliTube

Eigentlich ist dieser Adapter längst überfällig gewesen. Besitzt doch der pfiffige iPhone Kopfhörerausgang im selben Stecker auch einen Mikrofoneingang. Externe Quellen per Klinke einzuspeisen war bis dato dennoch nicht möglich. Diese Funktion übernimmt aber jetzt der AmpliTube iRig Adapter von IK Multimedia. Hierüber lassen sich in erster Linie Gitarren anschließen und verzerren, die selben Effekte stehen aber natürlich auch für normale Line Quellen oder Synthesizer zur Verfügung. Zum einschleifen braucht man hierzu ein 6,3 mm Klinke Kabel, während der Adapter das fertig bearbeitet Signal über eine 3,5 mm Klinkebuchse wieder ausspuckt.
iRig Sound Adapter
Im iPhone übernimmt dann die passende Software die Bearbeitung. Die App gibt es in drei Versionen, deren Preise von for Free bis knapp 20 Euro reichen. Beim Kauf des iRig Adapters gibt es die Vollversion sogar Gratis mit dazu. Ansonsten denke ich fährt man mit der AmpliTube LE Versionganz gut.
Gefunden von Benny.