Aug 10 2011

instanton // Helden Nacht @ Romy S.

Praktisch, wenn man eine Plattform für Werbung in eigener Sache hat! Heute kaufe ich aber mal kein “e” für esyotmusic sondern ein “i” und möchte mit Ausrufezeichen lösen: instanton!

Diesen Namen solltet ihr euch merken, hinter die Ohren, auf Zettel, Facebookprofile, Taschentücher, Servietten, Klopapier, dem Liebhaber auf den Spiegel schreiben oder am Besten gleich tätowieren lassen! So der Name des just in Stuttgart gegründeten brandaktuellen DJ Zusammenschlusses der Herren Bauer, Esyot, Bass Schaber & Revilo a.k.a Chronos, sowie DJ Dame Phyllis Blessing.

Vom Können des männlichen Teils der Crew könnt ihr euch am kommenden Freitag, den 12.08. live in der Romy S. überzeugen (lassen). Im Rahmen der Helden Nacht unter dem Motto “von Stuttgartern für Stuttgarter und von den Helden der DJ-Kanzel für die Helden der Tanzfläche” geht es ab 23:00 Uhr los.

Eröffnet wird das Spektakel von Herr Bauer (das “Herr” gehört bei ihm dazu!), der mit feinsten melodisch-elektronischen Klängen eure Ohren ölt und die Empfindungszone für elektronische Musik genau zwischen Kopfhaut, Nacken, Zwerchfell und Unterbauch aktivieren wird. Wenn eurer Musikempfindungszentrum, das im direkten Kontakt mit dem Tanzzentrum steht dann schön warm, locker und fluffig ist, übernimmt Moritz Esyot.

Moritz Esyot wird euch so richtig schön mitreißen, durchschütteln und gaaaaanz “deep” gehen. Bis ihr vor lauter schönen Klängen gar nicht mehr wisst, wo oben und unten ist (keine Angst, da tanzen ja Leute um euch rum, die ihr fragen könnt, wo jetzt was hingehört…)

Weil ihr ja dann schon dran gewöhnt seid, aber auf keinen Fall bereits genug haben werdet, werden anschließend gleich zwei heiße Schnitten auf euch losgelassen: Bass Schaber und Revilo a.k.a. Chronos. Da lässt sich dann nochmal schön jede Körperzelle durchschütteln und im Takt zucken, bevor instanton euch sanft in die Nacht…ach nein, den Morgen entlässt.

Hab ich da jetzt zuviel versprochen? Ach was! Kommt vorbei und schaut selbst!

Wer Lust auf die Gästeliste hat, schreibt doch bitte eine Mail an: moritz@esyotmusic.de
Es werden 3 x 2 Plätze verlost. Der Gewinner wird am Freitagnachmittag per E-Mail benachrichtigt.

Übrigens: Es soll Leute geben, die anschließend noch immer nicht genug haben. Aber dafür gibt’s ja immer noch ‘ne Afterhour. Die findet statt am Samstag früh im Raum 41 und wird ein musikalisches Zusammentreffen der Techno-Taktgeber des Dauerstrom-Kollektivs und den House-Haudegen um die instanton Crew.


Mai 26 2011

Elektronische Musikvideos Pt. 46 // Bodi Bill – Brand New Carpet

Liebe Leser,

dieser Eintrag läuft unter der Rubrik Elektronische Musikvideos. Heute gibt’s hier allerdings mehr, als draufsteht. Statt euch nur das eine schöne Video Brand New Carpet von Bodi Bill nahezulegen, setze ich noch Einen drauf und versuche euch gleich das komplette neue Album… ach was – noch besser direkt die ganze Band zu verkaufen.

Unter dem Titel What? erschien im März diesen Jahres das bereits dritte Album der Berliner Electro-Indietronic-Band Bodi Bill. Erstmals wahrgenommen auf dem MELT!2009, als eine aufgeregte junge Dame, die mit den Jungs bekannt war, uns zum Bleiben überredete: “Gleich kommt was Geniales! Eine tolle neue Band mit einem Sound, der so noch nicht dagewesen ist.” Man mag nun beginnen Vergleiche zu ziehen, zu Ähnlichem, dass vielleicht doch schon da war. Wie auch immer… Der experimentelle Sound, kombiniert mit der spannenden Stimme von Fabian Fenk überzeugte mich auf Anhieb. Die Menge bestätigte mit Zugabe-Gebrüll, dass es ihr genauso gefiel und die Jungs schienen sichtlich gerührt!

Mit “What?” ist den Berlinern meiner Meinung nach ein wunderbar rundes Album gelungen. Den Einstieg bilden gleich vier sehr starke Songs (“Paper”, “Brand New Carpet”, “Pyramiding”, “What”). Mit “Garden Dress”, “The Net” und “And Patience” wird es im Mittelteil etwas ruhiger (das heißt etwas weniger Tanzen, mehr Mitsingen) aber nicht weniger melodisch. Der hintere Teil kommt wieder flotter und sehr rhythmisch daher (“Hotel”, “Sea Foam”, “Friends”). Einziger Track ohne Vocals bleibt der Bonustitel “Bazar”.

Wie bereits angedeutet: auf die Musik von Bodi Bill lässt es sich gleichermaßen Tanzen wie Mitsingen. Ein elekronisches Rundum-Sorglos-Paket sozusagen!


Feb 10 2011

Großstadtmusik

Eine coole Idee hatten die Macher der Website mta.me: eine HTML5 Anwendung (ich hab’ mir sagen lassen, das wäre ziemlich krasser Shit) verwandelt den Plan der New Yorker Subway in ein interaktives Saiteninstrument. In Realzeit starten verschiedene Züge, an deren Kreuzungspunkten Töne entstehen. Selbst Hand anlegen, kann man in dem man die Linien mit der Maus packt und zieht. Beruhigt ungemein!
via dasKFMW


Nov 9 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 34 // Slagsmålsklubben – Sponsored By Destiny

So, nach einem aufregenden Wochenende und einem trägen Montag ist es heute an der Zeit für die esyotmusic Märchenstunde. Diesmal mit einem Track und gleich zwei Musikvideos dazu. Ihr mögt Märchen? Wie wäre es mit Rotkäppchen und dem bösen Wolf? Oder einem Moby Dick-Verschnitt ohne Wale. Ja, langweilig! Kennen wir schon!…156 Mal gehört…mindestens!

Bevor wir zur Sache kommen aber erstmal zur Musik. Die liefert in diesem Fall die schwedische Combo Slagmalsklubben mit Sponsored by Destiny. Der Track ist schon etwas älter taugt aber immer wieder wunderbar, um das triste Herbstgrau da draußen zu vertreiben. Slagmalsklubben ist übrigens der schwedische Titel des Films Fight Club.

Im offiziellen Video zu Sponsored by Destiny begleiten wir einen (betrunkenen?) Kapitän in seinen etwas merkwürdigen Tagtraum: kleine Jungs mit Fischerklamotten in einem Boot, die durch die Straßen Stockholms rudern, eine ergraute Frau zu Fuß und per Bahn unterwegs und der Kapitän selbst auf einem überdimensionalen Fahrrad.

Schöner als das offizielle Video, das mir für die Musik zu melancholisch ist, finde ich die Interpretation des Tracks von Thomas Nilsson. Wetten, dass ihr Rotkäppchen in dieser Form noch nicht gesehen habt? Herr Nilsson hat sich für die Bebilderung des Synthie-Pop Tracks Sponsored by Destiny der Grimm’schen Märchenkiste bedient, die bekannte Geschichte aber angereichert mit ‘nem Haufen wissenswerter Details. Gut recherchiert hat er das alles, alter Schwede! So stand das in euren Deutsch-Büchern garantiert nicht. Erinnert mich eher an den Bio-Unterricht in der 12. Klasse.

Frisch, frech, gut gelaunter elektronischer Klang, der das kleine Rotkäppchen unbedarft in den Wald trägt. Glücklicherweise sorgt der Jäger am Ende dafür, dass sie auch fröhlich wieder herausläuft (einzige Frage, die bleibt ist, wer die Oma wieder so gut zusammengeklebt hat…). Hach wie schön!


Nov 2 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 33 // Röyksopp – The Drug


Und ab geht’s in die neue Woche mit einem frischen Musikvideo. Der wabernde Elektrobeat des Tracks “The Drug” von Röyksopp trägt uns durch ein Video in dem drei aufgehübschte Schnittchen im 80er-Neon-Trash Outfit mehr oder weniger gelangweilt durch die heruntergekomme Kulisse eines verlassenen Industriegebiets oder sowas in der Art ziehen (Recherchen haben ergeben, dass es sich hierbei um Detroit handelt – die “313″ zu Beginn des Videos an der Wand übrigens die Postleitzahl der Stadt…).

Die Stimmung der Szenen ist bedrückend. Man wartet irgendwie drauf, dass die drei Damen die ganz große Party finden, deren Sound da vielleicht irgendwo aus einer Ruine tönt. Tun sie aber nicht. Stattdessen begegnen sie verstörenden heruntergekommenen Menschen, teils nackt, teils blind, gewaltbereit. “After the Upheaval” heißt es zu Beginn des Videos. Passiert sein könnte da alles: Krieg, eine nukleare Katastrophe, ein Virus, das den Großteil an Leben in diesem Gebiet vernichtet hat.

Passend zum Video ist der Sound eher zurückhaltend, fast hymnisch. Man hört die Party schon irgendwo im Hintergrund, sieht sie aber noch nicht. Anfang der Woche eben!


Okt 27 2010

Pfui Spinne, Watte, Knopf!

Erstmal muss ich sagen: ein wenig neidisch war ich schon, als Mareile Kurtz, unsere liebe Ex-Kommilitonin, Freundin vom Ex-Kommilitonen, Zimmernachbarin des Freundes, Party-Kumpanin und bekennende Knopf-Phobikerin im Vorhinein von ihrem literarischen Erstlingswerk Pfui Spinne, Watte, Kopf! berichtete. Ein Buch mit 33 Geschichten über schräge Phobien. Sie selbst Knopfphobikerin, ich nur mit einer langweiligen Spinnenangst “gesegnet”. Schaut dich ja nicht mal einer schräg an damit (selbst mein Kollege nicht, der während einer Dienstreise eine Spinne, die sich im Hotelzimmer hinter meinem Spiegel verkrochen hatte, in einem aufwändigen Verfahren per Föhn herausbefördern und entsorgen musste…aber ich schweife ab!).

Was sich da in Mareiles Buch so tummelt ist allerhand: Angst vor Holzstielen, Angst vor Spiegeln, Angst vor Pappe, ja sogar Ekel vor Ohrringen. Letztlich – und das muss ich nach Lektüre des Buches sagen – ist es allerdings vollkommen egal, wie verbreitet deine irrationale Angst nun ist oder eben nicht: sie kann dein Leben manchmal enorm schwierig machen, dich in die absurdesten Szenarien befördern, dich zum Lügner oder MacGyver mutieren lassen, dich ärgern, andere zum Lachen bringen – kurz das Leben auch ein wenig spannender machen!

Um die Kurve zur Musik zu bekommen (das hier ist schließlich ein Musikblog) muss noch die kleine Geschichte von Ole dem DJ erwähnt werden, die ebenfalls im Buch zu finden ist. Ole hat panisch-übertriebene Angst vor Stromschlägen. Sollten wir alle haben – ja klar! Ist ja auch ein ganz nützlicher Instinkt, blöd trotzdem, weil man als DJ doch eher häufig mit Kabelgedöns zu tun hat. Zudem hat Ole nicht nur Angst vor den großen bösen Stromschlägen, die womöglich gleich außer Gefecht setzen, sondern bereits massive Panik davor “eine gewischt zu bekommen” (selbst wenn es beim Knutschen in Nähe der DJ-Technik ist) und einen Ekel vor offen liegenden Kabeln.

Die Geschichte um Ole, wie auch die 32 übrigen sind nachzulesen – ich betone es nochmal (KAUFEN! KAUFEN! LESEN! KAUFEN! KAUFEN!) – in: Mareile Kurtz, Pfui Spinne, Watte, Knopf!, frisch erschienen im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag. Los Kauf! Es lohnt sich!

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Okt 20 2010

Elektronische Musikvideos Pt. 31 // The Hundred In The Hands – Commotion

“The Hundred In The Hands is a band. We live in New York City.”

Naja, soweit so gut, mir aber etwas wenig der Daseinsberechtigung in einer Welt, in der musikalisch permanent Eines nach dem Anderen so mir nichts dir nichts munter aus dem Boden schießt und meine Aufmerksamkeit fordert.

Gottseidank besitzen die Newcomer The Hundred in The Hands, genauer Eleanore Everdell und Jason Friedman aus Brooklyn, eine nette Bandpage, die uns etwas mehr verrät.

Aus Brooklyn sind sie also die Beiden und mit viel Musik im Gepäck um die Welt gereist. Naja, sympathisch sehen sie auch noch aus, ich wäre also definitiv gerne dabeigewesen…aber gut, zurück zum Thema! Ergebnis der Inspirations-Reise war also die Idee, aus den ersten selbst geschriebenen Songs etwas Größeres zu machen. Ein Album vielleicht? Genau dieses feierte Ende August 2010 seinen Release.

Stilistisch bewegen sich Hundred in The Hands irgendwo zwischen Pop, Post-Punk, Dub und was auch immer. Dabei betonen die beiden explizit, sich keineswegs auf etwas festlegen zu wollen. Auch bei der Machart setzt das Duo demnach auf einen Mischung aus elektronischer Produktion gepaart mit analogen Instrumenten und Stimme. Klingt gut finde ich!

Die neuste Single Commotion gibt’s zusammen mit ‘nem Video von daniels, die auch schon beim Vorgänger Pigeons randurften. Das Video zu Commotion passt zum Bild der Band, denn es enthält von allem etwas (schon klar, auch nicht immer ratsam, in diesem Fall aber vollkommen in Ordnung): ein wenig Verspultes, Romantik und Provokation formen in ihrer Kombination einen ordentlichen künstlerischen Rahmen, der viel Raum für Interpretationen lässt.